Haus im Rebberg – Mont Vully
Mont Vully – Kanton Freiburg
06/2026

Leistungen
Gesamtplanung Architektur | Landschaftsarchitektur | Tragwerksplanung | Innenarchitektur | Nachhaltigkeitsstrategie | Materialkonzept | Visualisierung | Kostenkontrolle | Bauleitung
Umfang
Neubau eines eingeschossigen Rebhauses mit integriertem Wein- und Degustationskeller am Mont Vully | Wohnfläche ca. 150 m² mit zwei Schlafzimmern, Wohn- und Essbereich sowie Aussenküche und gedeckten Aufenthaltsbereichen | Eingebettet in ein rund 4’200 m² grosses Hanggrundstück mit ca. 3’000 m² biologisch bewirtschafteten Rebflächen | Natursteinfassade und Holzdachkonstruktion mit extensiver Dachbegrünung und Photovoltaikanlage | Landschaftsgestaltung mit terrassierten Aussenräumen, Treppenanlagen, einheimischer Bepflanzung und Neupflanzung von Bäumen | Nachhaltiges Wassermanagement nach Schwammstadtprinzip mit Retentions- und Versickerungsflächen | Passive Kühlung durch Erdanschüttung und natürliche Querlüftung | Nutzung als privater Rückzugsort sowie als Ort für Degustationen, Weinvermittlung und Weintourismus
Ausgangslage
Am Mont Vully im Kanton Freiburg entwickelt HOKI + PARTNER ein Ferienhaus mit Wein- und Degustationskeller inmitten einer biologisch bewirtschafteten Rebfläche. Das rund 4’200 m² grosse Hanggrundstück liegt auf der Freiburger Seite des Mont Vully über dem Murtensee; rund 3’000 m² der Parzelle werden weiterhin für den Weinbau genutzt.
Der Mont Vully zählt zu den prägendsten Weinbaulandschaften der Schweiz. Rebberge, Trockenstandorte und weite Ausblicke über den Murtensee verbinden hier Natur, Landwirtschaft und regionale Identität. Die Hanglage, die landschaftliche Qualität und die unmittelbare Nähe zu den Reben waren die zentralen Ausgangspunkte des Projekts.
Gesucht wurde ein Ferienhaus, das die Qualitäten des Ortes aufnimmt und einen Rückzugsort innerhalb der Weinlandschaft schafft. Neben der privaten Nutzung soll das Gebäude Raum für Degustationen, Weinvermittlung und kleinere Veranstaltungen rund um die regionale Bio-Weinkultur bieten. Architektur, Landschaft und Weinbau werden dabei als Teile eines gemeinsamen Ganzen verstanden.
Architekturkonzept
Das Haus im Rebberg fügt sich in die Topografie und die bestehenden Rebstrukturen des Ortes ein. Der eingeschossige Baukörper ist in den Hang eingebettet und orientiert sich an der Logik der Weinbergterrassen. Durch die extensive Dachbegrünung setzt sich die Landschaft über dem Gebäude fort, sodass sich das Haus selbstverständlich in die Kulturlandschaft des Mont Vully einfügt und die Qualitäten des Ortes bewahrt.
Die Architektur orientiert sich an den traditionellen Natursteinbauten der Region und interpretiert deren Materialität in einer zeitgenössischen Formensprache neu. Naturstein, Holz und mineralische Oberflächen prägen das Erscheinungsbild und schaffen eine direkte Verbindung zur regionalen Baukultur. Grosszügige Verglasungen öffnen die Wohnräume zu den Rebflächen und ermöglichen einen kontinuierlichen Bezug zur umgebenden Landschaft.
Im Zentrum des Projekts steht die Verbindung von Ferienwohnen, Gastfreundschaft und Weinkultur. Das Haus dient einerseits als privater Rückzugsort innerhalb der Weinlandschaft und andererseits als Ort für Degustationen, Begegnungen und die Vermittlung regionaler Bio-Weine. Der Wein- und Degustationsbereich bildet das Herzstück des Projekts und ergänzt die Wohnräume um einen Ort des Austauschs und des gemeinsamen Erlebens der Weinkultur des Mont Vully.
Nachhaltigkeit ist integraler Bestandteil des Entwurfs. Die teilweise erdberührte Bauweise nutzt die thermischen Eigenschaften des Terrains zur passiven Temperierung. Natürliche Querlüftung, Dachbegrünung und Photovoltaik unterstützen das ressourcenschonende Gebäudekonzept. So entsteht ein Ferienhaus, das Architektur, Landschaft und Weinbau zu einer gemeinsamen Identität verbindet.

Landschaftskonzept
Die Landschaftsgestaltung baut auf den bestehenden Qualitäten des Ortes auf. Rebflächen, Aufenthaltsbereiche und Pflanzungen werden zu einem zusammenhängenden Freiraum verbunden.
Terrassen und Treppen folgen der Topografie des Hangs und schaffen direkte Verbindungen zwischen Haus, Weinberg und Landschaft. Standortgerechte Vegetation stärkt die Biodiversität und verankert das Projekt in der Kulturlandschaft des Mont Vully.
Das Wassermanagement basiert auf dem Schwammstadtprinzip und fördert einen nachhaltigen Umgang mit Niederschlagswasser.










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