Kreisel Burgernziel
Ostring, Bern
09/2025
Leistungen
Städtebauliche Gesamtstudie | Verkehrsplanung | Freiraum- und Grüninfrastruktur | Veloinfrastruktur | Konzeptentwicklung | Variantenvergleich | Mitwirkung QUAV4
Umfang
Städtebauliche Studie Burgernziel-Kreisel Bern | Öffentlicher Raum und Verkehrsinfrastruktur | Analyse und Neuordnung des urbanen Verkehrsknotens | Erhalt und Weiterentwicklung des Kreisels als leistungsfähige Verkehrsform | Integration von Tram, Fuss- und Veloverkehr | Entwicklung eines durchgängigen Velonetzes mit separatem Veloring | Aufwertung des öffentlichen Raums durch Begrünung, Entsiegelung und klimaresiliente Freiräume | Schwammstadtprinzip und Baumalleen zur Reduktion sommerlicher Wärmebelastung | Variantenentwicklung und Vergleich als Entscheidungsgrundlage | Mitwirkung und Abstimmung mit QUAV4 | Städtebau und Verkehr Bern
Ausgangslage
Der Burgernziel Kreisel in Bern bildet einen zentralen Verkehrsknotenpunkt und prägt den öffentlichen Raum im Quartier Kirchenfeld Schosshalde. Als grossräumiger Kreisverkehr verbindet er Tramverkehr, motorisierten Individualverkehr sowie Fuss und Veloverkehr und ist in die städtische ÖV Infrastruktur eingebunden. Gleichzeitig orientiert sich die heutige Gestaltung stark am Verkehrsfluss, jedoch bleiben Aufenthaltsqualität und Verkehrssicherheit eingeschränkt. Zudem zeigt die Führung des Langsamverkehrs funktionale Defizite. Im Kreiselinneren und im Bereich vor der Migros fehlen zusammenhängende Grünflächen, während wirksame Beschattung nur punktuell vorhanden ist.
Dennoch weist der Burgernziel Kreisel ein hohes städtebauliches Potenzial auf. Durch die Nähe zur Tramhaltestelle und durch angrenzende öffentliche Nutzungen erhält der Ort eine zentrale Bedeutung im Stadtraum. Entlang der Thunstrasse prägt eine Baumallee den Strassenraum, jedoch endet diese Wirkung im Kreiselbereich. Ziel der Studie ist daher eine städtebauliche und verkehrsplanerische Neuordnung mit Fokus auf integrierte Verkehrsführung, einen aufgewerteten öffentlichen Raum sowie klimaresiliente Freiräume.
Konzept
Das städtebauliche Konzept für den Burgernziel Kreisel in Bern entwickelt drei Varianten zur Neuordnung eines zentralen Verkehrsknotens im Quartier Kirchenfeld Schosshalde. Der Kreisverkehr bündelt Tramverkehr, motorisierten Individualverkehr sowie Fuss und Veloverkehr und ist Teil der städtischen ÖV Infrastruktur. Gleichzeitig zeigt die heutige Ausgestaltung Defizite bei Aufenthaltsqualität, Verkehrssicherheit und der Führung des Langsamverkehrs.
Alle Varianten basieren auf einer vertieften Analyse der Verkehrsführung, der stadträumlichen Situation sowie klimatischer und ökologischer Rahmenbedingungen. In enger Zusammenarbeit mit der QUAV4, Quartiervertretung Stadtteil 4, wurden die Konzepte gezielt auf die funktionalen Anforderungen des Standorts abgestimmt. Ziel ist dabei eine klare Neuorganisation der Verkehrsflächen, wobei öffentlicher Verkehr, Veloverkehr und sichere Querungen für den Fussverkehr priorisiert werden.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Aufwertung des öffentlichen Raums. Entsiegelte Flächen, durchlässige Beläge und neue Baumreihen verbessern das Mikroklima, während zusätzliche Grünräume klimaresiliente Strukturen stärken. Die Studie bildet damit eine belastbare Grundlage für die langfristige Weiterentwicklung des Burgernziel Kreisels.
Variante eins
Variante eins definiert den Burgernziel Kreisel als durchgehend zweistreifigen Kreisverkehr mit zusätzlichen Abbiegespuren an allen Zufahrten. Die bestehende Verkehrsgeometrie bleibt erhalten und die Tramdurchfahrt ist weiterhin in den Kreisel integriert. Gleichzeitig verlegt das Konzept die Tramhaltestelle Burgernziel vom Ostring an das Ende der Thunstrasse vor die Migros. Diese Lage liegt im Bereich der höchsten Fussgängerfrequenz und bündelt zentrale Wege zwischen Quartier, Einkauf und öffentlichem Verkehr.
Entlang der Thunstrasse wird die bestehende Baumallee bis zur Migros fortgeführt und räumlich gefasst. Vor der Migros entsteht zudem ein begrünter Aussenraum, der als klar definierter Aufenthalts und Begegnungsbereich dient. Fussverkehr, Haltestelle und öffentlicher Raum greifen hier bewusst ineinander. Insgesamt ordnet die Variante Verkehr, Haltestelle und Stadtraum innerhalb des bestehenden Infrastrukturbands neu und orientiert sich an den realen Bewegungsmustern im Burgernziel.
Variante zwei
Variante drei sieht eine Anpassung des Burgernziel Kreisels mit klar getrennten Führungen für Auto, Tram, Fuss und Veloverkehr vor. Der Kreisel wird zweistreifig ausgebaut und erhält zusätzliche Abbiegespuren an den Zufahrten, wodurch ein stabiler Verkehrsablauf unterstützt wird. Gleichzeitig verlaufen Fuss und Veloverkehr umlaufend ausserhalb der Fahrbahnen und nutzen eigenständige, durchgehende Wege.
Die Tramlinien verbleiben im bestehenden Verlauf, während die Haltestellen Burgernziel und Brunnadernstrasse unverändert bestehen. Der Fokus dieser Variante liegt auf der qualitativen Aufwertung des vorhandenen Verkehrsraums. Entlang aller Zufahrtsstrassen werden neue Baumreihen bis an den Kreisel herangeführt, zudem strukturieren begrünte Inseln an den Kreuzungsbereichen den Fussverkehr klarer. In den Gleisbereichen kommen durchlässige Beläge zum Einsatz, wodurch die Versickerung gefördert und die sommerliche Wärmebelastung reduziert wird. Variante drei verfolgt eine funktionale Neuordnung mit geringem baulichem Aufwand und gilt zugleich als kosteneffiziente Lösung.
Variante drei
Variante drei sieht eine Anpassung des Burgernziel Kreisels mit klar getrennten Führungen für Auto, Tram, Fuss und Veloverkehr vor. Der Kreisel wird zweistreifig ausgebaut und erhält zusätzliche Abbiegespuren an den Zufahrten, wodurch ein stabiler Verkehrsablauf erreicht wird. Gleichzeitig verlaufen Fuss und Veloverkehr umlaufend ausserhalb der Fahrbahnen und nutzen eigenständige, durchgehende Wege.
Die Tramlinien verbleiben im bestehenden Verlauf, während die Haltestellen Burgernziel und Brunnadernstrasse unverändert bestehen. Der Fokus dieser Variante liegt auf der qualitativen Aufwertung des vorhandenen Verkehrsraums. Entlang aller Zufahrtsstrassen werden neue Baumreihen bis an den Kreisel herangeführt, zudem strukturieren begrünte Inseln an den Kreuzungsbereichen den Fussverkehr klarer. In den Gleisbereichen kommen durchlässige Beläge zum Einsatz, wodurch die Versickerung gefördert und die sommerliche Wärmebelastung reduziert wird. Variante drei verfolgt eine funktionale Neuordnung mit geringem baulichem Aufwand und gilt als kosteneffizienteste Lösung.
Zentrale Problemstellungen der Studie